Beleidigung § 185 ff. StGB

Die Beleidigung wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe und, wenn die Beleidigung mittels einer Tätlichkeit begangen wird, mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

§ 194 Strafantrag
(1) Die Beleidigung wird nur auf Antrag verfolgt. Ist die Tat durch Verbreiten oder öffentliches Zugänglichmachen einer Schrift (§ 11 Abs. 3), in einer Versammlung oder dadurch begangen, dass beleidigende Inhalte mittels Rundfunk oder Telemedien der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden sind, so ist ein Antrag nicht erforderlich, wenn der Verletzte als Angehöriger einer Gruppe unter der nationalsozialistischen oder einer anderen Gewalt- und Willkürherrschaft verfolgt wurde, diese Gruppe Teil der Bevölkerung ist und die Beleidigung mit dieser Verfolgung zusammenhängt. Die Tat kann jedoch nicht von Amts wegen verfolgt werden, wenn der Verletzte widerspricht. Der Widerspruch kann nicht zurückgenommen werden. Stirbt der Verletzte, so gehen das Antragsrecht und das Widerspruchsrecht auf die in § 77 Abs. 2 bezeichneten Angehörigen über.

§ 199
Wechselseitig begangene Beleidigungen
Wenn eine Beleidigung auf der Stelle erwidert wird, so kann der Richter beide Beleidiger oder einen derselben für straffrei erklären.

Beispiel: Jemand schreibt immer wieder verletzende Texte auf deine Pinnwand bei Facebook, Google+ oder anderen sog. „Sozialen Netzwerken“.

Erläuterung: Eine Beleidigung ist das Nicht-, oder Missachten einer anderen Person. Dabei kann die Person selbst in ihrem Ehrgefühl verletzt oder z.B. öffentlich diffamiert werden. Beleidigungen im Internet, besonders auf sozialen Plattformen wie Facebook, sind leider gang und gäbe. Sofern diese Angriffe oberflächlich sind und euch nur provozieren sollen, ignoriert sie. Breiten sie sich hingegen auf euer „echtes“ Leben aus, so zeigt dies bei der Polizei an!