Bedrohung § 241 StGB

(1) Wer einen Menschen mit der Begehung eines gegen ihn oder eine ihm nahestehende Person gerichteten Verbrechens bedroht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Ebenso wird bestraft, wer wider besseres Wissen einem Menschen vortäuscht, dass die Verwirklichung eines gegen ihn oder eine ihm nahestehende Person gerichteten Verbrechens bevorstehe.

 

Beispiel:
A droht B am Telefon: „Wehe du machst die ganze Sache öffentlich, sonst bringe ich dich um!“
Das Beispiel ist bewusst so drastisch gewählt, weil die Hürden im deutschen Strafrecht ziemlich hoch sind, was den Tatbestand der Bedrohung erfüllt und was nicht. Außerdem ist zu beachten, dass Bedrohungen im Affekt (hitzige Diskussion) oder unter dem Einfluss von Alkohol oft nicht gelten. Nur Handlungen die eine Mindeststrafe von 12 Monaten haben, erfüllen den Tatbestand der Bedrohung.