Cybermobbing ist ein hochaktuelles Thema, was die globale Gesellschaft formt und viel Verantwortung fordert. „STOP Cybermobbing“ ist mittlerweile ein eigenständiges Hochschulprojekt, welches seit vier Jahren von Studierenden der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) der Studiengänge „Verwaltungsinformatik“ und des „Gehobenen Polizeivollzugdienstes“ gemeinsam in Form eines Vertiefungsmoduls aufgegriffen wurde. HWR Studierende haben daraufhin initiativ zusätzlich einen Verein gegründet mit dem Namen „STOP Cybermobbing e.V.“. Das erfolgreiche Vertiefungsmodul konnte neben mehreren CeBIT Auftritten die Vernetzung von vielen verantwortungsvollen Partnern herstellen. Das klare Ziel des neuen Semesters ist, das Thema global zu sensibilisieren und Partnerschaften weiter auszubauen. So ist in Nicaragua das Interesse seitens der Universidad Americana (UAM) verkündet worden, das Thema mit anzupacken.

Was ist Cybermobbing, was sind die Ursachen, welche Auswirkungen hat es und wie kann ich mich als Opfer wehren? Cybermobbing, auch Internetmobbing genannt, ist heute nichts Ungewöhnliches mehr und nimmt immer mehr Präsenz an. Das Internet und der Mikrochip haben unser globales Zusammenleben durch die rasante Entwicklung neuer Kommunikationstechnologien revolutioniert. Während früher das Mobbing direkt durch eine oder mehrere Personen stattfand, werden heute Maschinen missbraucht, um automatisiert die Psyche der Opfer zu schädigen, wobei der direkte physische Kontakt zum Opfer ausbleibt. Insbesondere Kinder und Jugendliche verbringen einen immer größeren Teil ihrer Freizeit im Netz, sind angeschlossen an Maschinen, mit denen sie sehr offen mit ihren intimen Informationen und Problemen im Internet umgehen.

Aus vielen fahrlässigen Handlungen kann sich sehr schnell ein großer Teufelskreis entwickeln. Ein peinliches Bild im Internet, welches durch Dritte veröffentlicht wurde, lässt sich schwierig rückgängig machen. Soziale Netzwerke bieten derzeit die idealen Bedingungen dazu, und das Internet wird als Tatort immer mehr und mehr missbraucht, Menschen psychisch und physisch zu schädigen. Die Hemmschwelle zu perversen Handlungen und Äußerungen sinkt in der virtuellen Welt, da es ungewiss bleibt, wer anonym hinter den Chatpartnern oder Profilen aus sozialen Netzwerken steckt. Neben der Anonymität des Täters ist die ständige Erreichbarkeit des Opfers kennzeichnend für das Cybermobbing. Die Attacken wirken sich nachweislich auf die Psyche der Opfer aus. Die Folgen des Cybermobbings werden von Tätern in der Regel außer Acht gelassen: Vom Rückzug des Betroffenen bis hin zum Selbstmord, welcher durch mehrere bekannte Fälle immer mehr Popularität genießt. Leider wird bei Vorfällen aus Unwissen und Unsicherheit noch viel zu oft weggeschaut.

Was kann ich als Opfer dagegen tun, wie kann ich mich zur Wehr setzen? Besuchen Sie stop-cybermobbing.com ! Unser Projekt arbeitet an Lösungsstrategien, Präventions- und Hilfsmaßnahmen, mit dem Ziel einer nachhaltigen Eindämmung des Cybermobbing durch gezielte Sensibilisierung und Aufklärung in der medialen Welt. Der Wunsch, nicht nur aufzuklären, sondern auch etwas zu verändern durch die Internetplattform stärkt unser Vorhaben gemeinsam gegen Cybermobbing.

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Mune Dogan, Peggy Pilz und Neven Pilipović

Verwaltungsinformatik, 6. Semester

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